Dass man durch Belgien muss auf dem Weg zum Glück – J. Kuckart

Mit einem Übermaß an offenen Fragen ließ mich Dass man durch Belgien muss auf dem Weg zum Glück zurück. Was wird aus Karl? Was hatte es mit Katharinas  erfundener Tochter Ronja auf sich? Und was hat der Klavierlehrer mit all dem zu tun?

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Der Roman beginnt recht harmlos damit, dass Leonhard den Silvesterabend alleine zu Hause verbringen soll, am nächsten Morgen jedoch findet er eine schlafende Frau in seinem Haus. Die Frau kommt scheinbar aus dem Nichts und verschwindet in grüner Polizeiuniform wieder im Nichts, den beiden Polizisten in Blau entkommend.
Zeit- und Ortswechsel: Zwei etwas betagte Damen, Maria und Emilie, werden vom Klavierlehrer, den die beiden eher durch Zufall treffen, zu ihrem Hotel gebracht. Nachdem dieser bei (bzw. zwischen) den Damen im Hotel übernachtet, verschwindet er.

Man könnte diese Aufzählungen noch fortführen, Ereignisse, die unerhört abwegig erscheinen, wechseln mit Aufeinandertreffen von Menschen, wie sie hingegen durchaus täglich vorkommen könnten. Figuren tauchen auf, verschwinden, kehren wieder, Jahre später, man spricht über sie, wie beispielsweise auch über Wanda, bevor das Schicksal sie wieder ganz in der Nähe ihres Ex-Mannes bringt, der durch eine vollkommen andere Geschichte (natürlich!) rein zufällig auch im Krankenhaus landet.
Eine relativ ausgefeilte Geschichte (irgendwie an einen Reigen erinnernd) verstrickt die Figuren in direkte und indirekte Verkettungen, wobei durchaus Aufmerksamkeit nötig ist, um die Figuren auch wiedererkennen zu können, denn nicht nur die Anzahl der involvierten Figuren ist ungewöhnlich hoch, auch die Zeitspanne zwischen erneuten Auftritten einzelner Figuren variiert stark. Die einzige Figur, welche konstant in alle Geschehnisse involviert scheint, ist lediglich der Klavierlehrer Joseph, der dadurch jedoch auch nicht wirklich weniger mysteriös erscheint.

Ich persönlich hatte oft das Gefühl, durch die Situationen, welche ineinander verstrickt scheinen, die einzelnen Charaktäre der Figuren annähernd nachvollziehen zu können, doch oft bereits bevor ich damit beginnen konnte, die Figuren in ebendieses Netz von Handlungen und Situationen einzuordnen, wird man bereits in ein neues Kapitel und somit in eine neue Situation hineingeworfen, in welcher man sich erneut zurechtfinden muss.

Fazit: Trotz dessen, dass ich die Idee an sich und die Struktur hinter dem Roman recht ansprechend finde, war ich etwas enttäuscht von der Umsetzung, in welcher ich mich nur schwer zurechtfinden und einer Richtung der Handlung folgen konnte.

Persönliche Bewertung: ✪✪  2/5

 

Vielen Dank an dieser Stelle an den btb Verlag für das Rezensionsexemplar!

 

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