Die Frau, die allen davon rannte – C. Snyder

Besonders gespannt war ich, die in ihrer Freizeit auch oft und gerne läuft, auf diesen Roman von Carrie Snyder, der von einer ganz besonderen Läuferin erzählt:

Aganetha (Aggie) Smart ist inzwischen 104 Jahre alt, sitzt im Rollstuhl, hat 2.jpgSchwierigkeiten zu sprechen und hat sämtliche Ansprüche an das Leben längst verworfen. Seit ihrer Kindheit, seit sie sich erinnern kann, ist Aggie gelaufen,  immer schon war sie schneller, viel schneller  als alle anderen. Als sie sich damals entschließt, zu ihrem Bruder nach Toronto zu gehen, ahnt sie noch nicht, dass sie schon bald für die Kanadische Nationalmannschaft am Podest bei den Olympischen Spielen stehen wird, mit der Goldmedaille um ihren Hals, und sich ihr Leben für immer verändern wird.

„Und was wird (…) aus mir? Und aus diesem Haus? Aus allem, was wir nicht festhalten können und wollen und nicht festgehalten haben und nicht festzuhalten in der Lage waren?“

Mittlerweile hat Aggie ihre gesamten näheren Verwandten, ihre Eltern und die geliebten Geschwister, überlebt und alles deutet irgendwie darauf hin, dass da noch etwas ist, das sie erledigen muss, bevor auch sie endlich heimkehren kann – dorthin, wo ihre Familie bereits auf sie wartet. Ob dieses noch zu erledigende „etwas“ wohl mit dem Mädchen und deren Bruder zu tun hat, die so plötzlich und ganz unerwartet in Aggies Leben treten?

Ich war vor allem unglaublich fasziniert von der Leichtigkeit, mit welcher Carrie Snyder die Rahmenerzählung immer wieder so aprubt durch relativ unchronologische Rückblenden unterbricht, um sie dann immer wieder stückweise aufzunehmen, ohne der Handlung nur ein Stückchen an Spannung zu nehmen.
Eine emotionsgeladene, überwältigende Geschichte über Glück und Unglück einer Familie; eine Geschichte darüber,  wie eine Freundschaft entsteht, wie diese prägt und wie man ebendiese oft auch wieder loslassen muss; eine Geschichte über eine mutige, heldenhaft starke Frau, die sich vom Leben nicht unterkriegen lässt, eine Geschichte über die Unmöglichkeit, vor Schicksalsschlägen und Ängsten wegzulaufen.

Fazit: Definitiv eines der Sorte Bücher, die am besten nie enden sollten, weil sie viel zu schön sind, als dass man je zu lesen aufhören wollte!

Persönliche Bewertung:   ✪✪✪✪✪ 5+/5 

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