Was braucht der Mensch zum Leben? – S. Takao

Mit der Frage, was ein Mensch denn tatsächlich brauche um zu leben, habe ich mich in den letzten Monaten sehr intensiv auseinandergesetzt. Ausschlaggebend dafür war mitunter meine Situation, als mein Gepäck aus dem Urlaub nach dem Rückflug nicht mehr auffindbar war und relativ lange ungewiss blieb, wo mein Koffer abhanden gekommen war ob ob ich ihn noch zurückbekommen würde. So weit, so gut.  Als ich nach ebendieser Reise ohne Gepäck nach Hause kam, war mittlerweile meine Bücherbestellung eingetroffen und ich fand dieses kleine, unscheinbare und von mir eigentlich gar nicht bestellte Buch unter meinen bestellten Gebrauchtbüchern:

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Was braucht der Mensch zum Leben?“ vom Japanischen Linguisten Suzuki Takao. Ob das nun Schicksal war, dass mich dieses Buch in eben genau dieser Situation gefunden hat, oder ob es ganz einfach ein glücklicher Zufall war – dieses kleine Büchlein hat seither so einiges in meinem Leben, an meiner Denkweise, meiner Einstellung und Moral sowie and meinem Lebensstil und Konsumverhalten nachhaltig verändert.

Suzuki Takao schafft mit seinem Buch Bewusstsein über so vieles, das wir unbewusst tun und womit wir unserem Planeten jedoch in undenkbaren Maßen Schaden zufügen. Denn der Mensch, während er während er sich über alle weiteren Lebewesen und als Alleinverfüger über die Natur stellt, befindet sich bereits seit geraumer Zeit am besten Wege, „seine“ Erde zu zerstören.

 

„Wie man es auch betrachtet, hat die Menschheit den Weg ihrer langen Koexistenz mit den restlichen Gesellschaften von Lebewesen aufgegeben, tritt die selbst aufgezogene Natur mit Füßen und versucht die Stufen zu einem von nichts und niemandem eingeschränkten Alleinsiegers emporzusteigen.“

Der Autor, der eigentlich als Professor für Sprachwissenschaft an einer rennomierten Universität in Japan arbeitet, greift – oft sehr exemplarisch – in seiner sehr persönlichen Darstellung des tatsächlichen Bedarfs des Menschen verschiedene Bereiche des alltäglichen Lebens auf wie unter anderem unsere Wegwerf-Kultur, die Relevanz von Wissenschaft und Globalisation in der Umwelt-Frage, aber auch den Einfluss unterschiedlicher Wert- und Moralvorstellungen und die Auswirkungen monotheistisch-religiösen Gedankengutes auf den Umgang des Menschen mit der Natur.
Immer wieder sind es vor allem die kleinen Veränderungen, die Takao hervorhebt, die geringfügigen Veränderungen im Alltag – wie beispielsweise den Müll zu sammeln und zu trennen, anstatt ihn auf der Straße zu entsorgen, oder eine Uhr lieber reparieren zu lassen, anstatt sie unmittelbar durch eine neue zu ersetzten. Denn Veränderung beginnt immer beim Einzelnen, in kleinem Rahmen, in kleinen Schritten, nach und nach. Und noch ist es nicht zu spät, um Initiative zu ergreifen für die Erhaltung der Natur und der Artenvielvalt in der Tierwelt sowie die Aufrechterhaltung des Gleichgewichts, der Balance der Natur.

Ein Buch, das ein Leben mit Sicherheit nachhaltig verändern kann. 

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